Knorpeltherapie:
Gelenkserhalt durch modernste Verfahren

Ein fokaler symptomatischer Knorpelschaden im Knie bedeutet heute nicht mehr unweigerlich den Weg in die Arthrose und zum Gelenksersatz. Die moderne Knorpelchirurgie bietet faszinierende Möglichkeiten, beschädigten Knorpel zu regenerieren oder sogar komplett neu zu züchten. Als Leiter der Spezialambulanz für Knorpelschäden an der Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie (AKH Wien) steht mir das gesamte Spektrum der chirurgischen Knorpeltherapie bis hin zur Knorpelzelltransplantation zur Verfügung um den Knorpel bestmöglich zu behandeln.

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Wann ist eine Knorpeltherapie indiziert?

Knorpel besitzt keine eigenen Nerven und Blutgefäße. Schmerzen entstehen erst, wenn auch benachbarte Strukturen geschädigt werden. Eine Behandlung ist indiziert bei:

  • Fokalen symptomatischen Knopelschäden und belastungsabhängigen Schmerzen (besonders nach dem Sport oder beim Stiegensteigen).
  • Akuten traumatischen Knorpeldefekten (z.B. durch einen Sportunfall).
  • Lokal begrenzten symptomatischen Knorpelschäden bei jüngeren, aktiven Patienten.

Mein Therapie-Ansatz

Microdrilling/Nanofrakturierung (Knochenmarkstimulation)

Bei kleineren Defekten setzen wir arthroskopisch winzige Löcher in den subchondralen Knochen. Die austretenden Stammzellen bilden ein Ersatzgewebe (Faserknorpel), das den Defekt auffüllt und den Knochen wieder schützt.

Transplantation von Knorpel-Knochen-Zylindern (OATS)

Bei kleineren bis mittelgroßen osteochondralen Defekten (Knorpel-Knochen-Defekten) entnehmen wir gesunde Knorpel-Knochen-Zylinder aus weniger beanspruchten Bereichen des Gelenks (z.B. von der Außenseite) und setzen diese präzise in das geschädigte Areal ein. So entsteht ein stabiler, belastbarer Ersatz.

Knorpelzelltransplantation (ACT/MACT)

Bei größeren Knorpelschäden entnehmen wir Ihnen in einem ersten Eingriff arthroskopisch ein winziges Stück Knorpel. Daraus werden im Labor in wenigen Wochen Millionen Ihrer eigenen Knorpelzellen gezüchtet, die wir in einer zweiten OP in den Defekt einsetzen.

Der Weg zum neuen Knorpel (Beispiel Knorpelzelltransplantation)

1

Die Entnahme (Arthroskopie)

Tagesklinischer Eingriff zur Sicherung der Diagnose und Entnahme einer winzigen Knorpelprobe.

2

Die Zellzüchtung

Etwa 4 bis 6 Wochen Kultivierung im hochspezialisierten Labor in Österreich oder Deutschland.

3

Die Implantation

Minimalinvasiver Eingriff, bei dem die gezüchteten Zellen passgenau in den Defekt eingebracht werden.

4

Rehabilitation

Die neuen Zellen brauchen Ruhe, um sich im Defekt zu verankern. Dafür ist je nach Lokalisation und Größe des Defekts eine Schienenruhigstellung und Teilentlastung notwendig. Ein spezielles Reha-Programm unter Verwendung einer Motorschiene sorgt für die optimale Durchbewegung ohne Druck.

Häufige Fragen zur Knorpeltherapie

Q. Was sind Vorteile und Nachteile der Knochenmarksstimulation im Vergleich zur Knorpelzelltransplantation?

A. Die Knochenmarksstimulation kann im Rahmen eines meist tagesklinischen Eingriffs durchgeführt werden. Sie ist jedoch nur für kleinere Knorpelschäden geeignet und das gebildete Gewebe ist im Gegensatz zur Knorpelzelltransplanation langfristig nicht so belastbar wie der ursprüngliche Knorpel.

Q. Wie gut ist das Reparaturgewebe nach einer Knorpelzelltransplantation?

A. Die Knorpelzelltransplantation ist derzeit das einzige Verfahren, das Gewebe erzeugt, welches dem ursprünglichen hyalinen Gelenkknorpel mechanisch nahezu ebenbürtig ist.

Knorpelschaden?

Haben Sie einen diagnostizierten Knorpelschaden? Bringen Sie Ihr aktuelles MRT mit – wir besprechen Ihre Möglichkeiten für einen langfristigen Erhalt Ihres Kniegelenks.

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